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Wenn die Kritik lauter ist als das Ergebnis

In vielen Unternehmen läuft es nach dem gleichen Prinzip. Eine Abteilung arbeitet und eine andere beobachtet und kritisiert. Und manchmal sind es genau die, die am lautesten kritisieren, die selbst gern einfach drauflos handeln. Ohne Rücksprache, ohne Abstimmung, aber mit der festen Überzeugung, sie hätten gerade das Rad neu erfunden.

Besonders beliebt ist das Spiel, wenn es um sogenannte Kompetenzüberschreitungen geht. Da bringt jemand eine Idee ein oder handelt eigenständig, und schon fühlt sich jemand angegriffen. Schließlich gibt es klare Zuständigkeiten. Und wer denkt, ohne vorher zu fragen, hat – je nach Perspektive – entweder Mut bewiesen oder das System nicht verstanden.

In solchen Momenten fällt mir (immer) dieser Satz ein:

"You will never be criticized by someone doing more than you."


Das trifft erstaunlich oft. Die, die wirklich etwas weiterbringen, kritisieren selten andere. Sie sind zu sehr damit beschäftigt, Verantwortung zu übernehmen, Dinge zu klären und Ergebnisse zu liefern.


Und da kommt eines meiner persönlichen Lebensmottos ins Spiel:

Kritik lasse ich nur von jenen Menschen zu, die ich auch um Rat fragen würde.


Ein einfacher Satz, aber er filtert gnadenlos. Er trennt Lärm von Relevanz. Denn wer selbst nichts beiträgt, sollte auch nicht definieren dürfen, was richtig oder falsch ist.


Führung erkennst du daran, dass sie Reibung in Richtung Ergebnis lenkt. Nicht in Richtung Egoshow. Führung schafft Klarheit. Wer macht was. Wozu. Bis wann. Und sie schützt die, die arbeiten, vor jenen, die glauben, Arbeit beginne erst mit der Kritik daran.


Der Rest darf weiter beobachten. Und kommentieren. Du kümmerst dich um Fortschritt.

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